What I like most about a holiday is the arrival at a new place. There are so many things to discover and explore and the knowing that you don’t have to do anything but to enjoy your time is simply faboulus. But how is it when you arrive at a new place without being on holiday? When you know that this new place is or is supposed to be your new home?
Within the past two years I have been to New Zealand for holiday twice already. I visited many places and I loved Wellington the most. I could already picture myself living here. Reality right now looks a bit different. Lately, the small things seem to be huge and too overwhelming. The other day I told someone proudly that I took the bus to the city centre and back home. I was highly satisfied with my achievement, as I never did that alone before. Only the reaction of my counterpart made me realise, how absurd I was sounding. Back in Zurich I would never have thought of this being a big deal. I slowly start to actually realise what people mean when they say: «Take it step by step in your own speed.»
I always thought of myself as very adaptable and tough. The past few weeks have left me in doubt. I see all the beautiful things here, I try to see and appreciate the advantages of my life here and yet I find myself constantly comparing everything to my life in Switzerland and judging it negatively. Although I now have exactly what I was always talking about in Zurich: «If only I had a few months off, I could finally relax and enjoy my time. I could think about what I want to do with my life and I had so much time for sports and other things I always wanted to do but never did.» After having lived in Wellington for a month now and not having worked for more than three months I can still count on two hands how many times I worked out. All ideas and expectations I had for myself still aren’t reality. Instead I complain about how different my life is now. It is not about circumstances, it is about attitude.
Therefore, I made a decision for the coming weeks: I will be braver and come out of my shell a bit more. I met up with a big group of German speakers, who meet at a pub in Wellington once a month to speak German to each other and to connect. I visited two different school. I asked questions about their school and their lessons instead of constantly comparing everything to Switzerland and the environment I’m used to. I hope this will work out positively for my applications to these schools. 😊 At the weekend I will enjoy a “girlsnight” for the first time in six weeks, and I initiated it (I hope you can hear my proud!).





It isn’t easy to start a new life. Especially at the beginning, when you’re in desperate need for support, you don’t have anyone to complain together (in your native language) or a shoulder to lean on (except for the partner of course). Every single step is cosuming a lot of energy and the people you’re surrounded by don’t really understand that and think you’re just a quiet person. It feels good, to speak your own language to people from time to time, especially when the person you’re talking to went through the same. This puts all the negative and insecure feelings into perspective and proves that it’s only going to get better. That gives new hope and energy.
Ankommen
Was ich an Ferien am liebsten mag, ist das Ankommen am neuen Ort. Es gibt so vieles zu entdecken und das Wissen, dass man einfach nichts muss ausser die Zeit zu geniessen, ist wunderbar. Wie ist das aber, wenn man an einem neuen Ort ankommt und nicht in den Ferien ist? Wenn man weiss, dass dieser Ort das neue Zuhause ist oder werden sollte?
In den letzten zwei Jahren war ich bereits zwei Mal in Neuseeland in den Ferien. Ich habe viele verschiedene Orte besucht und Wellington hat mir mitunter am besten gefallen. Ich konnte mir damals genau vorstellen, wie ich hier leben würde. Die Realität jetzt sieht momentan irgendwie anders aus. Oft scheinen bereits die kleinen Dinge riesig zu sein und mich zu übermannen. Letztens habe ich jemandem voller Stolz erzählt, dass ich alleine mit dem Bus ins Stadtzentrum und wieder nach Hause gefahren bin. Ich war total aus dem Häuschen über diese Leistung. Erst anhand der Reaktion meines Gegenübers merkte ich, wie komisch das eigentlich klingt. In Zürich wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass dies eine grosse Leistung ist. Langsam aber sicher beginne ich also zu begreifen was Leute meinen, wenn sie sagen: «Nimm alles einfach Schritt für Schritt ganz in deinem eigenen Tempo.»
Ich dachte immer, dass ich sehr anpassungsfähig und robust sei. Die letzten Wochen lassen mich an dieser Meinung zweifeln. Ich sehe die wunderschönen Dinge hier, ich versuche die Vorteile eines Lebens hier zu sehe und zu schätzen, aber trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich alles mit meinem Leben in der Schweiz vergleiche und darüber urteile. Dabei erinnere ich mich noch ganz genau daran, was ich in Zürich immer gesagt habe: «Hätte ich doch einfach mal ein paar Monate frei, dann könnte ich mich richtig erholen und einfach geniessen. Ich könnte mir überlegen, was ich genau mit meinem Leben anfangen möchte und könnte mir so viel Zeit für Sport und dergleichen nehmen, wie ich will und brauche.» Ich kann auch nach einem Monat in Neuseeland und drei Monaten nicht arbeiten noch an zwei Händen abzählen, wie viel Mal ich Sport getrieben habe. Alle Ideen und Vorstellungen, die ich hatte, habe ich bis jetzt nicht in die Realität umgesetzt. Stattdessen habe ich mich einfach beklagt darüber, wie anders das Leben hier ist. Es geht also nicht um die Umstände, sondern um die Einstellung.
Deshalb habe ich mir für die letzte Woche vorgenommen, mutiger zu sein und mehr aus mir heraus zu kommen. Ich habe mich mit einer grossen Gruppe von Deutschen getroffen, die jeden Monat einmal in einem Pub in Wellington zusammen finden, um sich auf Deutsch zu unterhalten. Ich habe zwei Schulen besucht, wobei einer der Besuche von mir selbst organisiert war. Dabei habe ich darauf geachtet, Fragen zur Schule und dem Unterricht hier zu stellen, anstatt immer alles mit der Schweiz und meiner gewohnten Umgebung zu vergleichen. Ich hoffe, das wirkt sich positiv auf meine Bewerbung an diese Schule aus. 😊 Am Wochenende werde ich das erste Mal seit über sechs Wochen einen Mädelsabend geniessen, von mir initiiert (ich hoffe, ihr hört den Stolz in meinen Worten hier!).
Es ist nicht einfach ein neues Leben aufzubauen. Und gerade zu Beginn, wenn man eigentlich am meisten Unterstützung braucht, hat man niemanden, mit dem man gemeinsam meckern oder sich einfach mal anlehnen kann (ausser dem Partner natürlich). Jeder noch so kleine Schritt kostet enorm viel Kraft und die Menschen um einen herum können sich schlecht hineinfühlen (so kommt es zumindest bei mir an). Es tut gut, zwischendurch mit Menschen in der eigenen Muttersprache auszutauschen, vor allem wenn diese bereits das gleiche durchgemacht haben. Dies relativiert die ganzen negativen und unsicheren Gefühle und zeigt, dass es besser wird. Das gibt Hoffnung und Kraft.





Ich habe per Zufall ein Lied entdeckt, das ich mir nun zu meinem «Mutsong» erkoren habe. Ich werde nun wirklich versuchen, alles Schritt für Schritt zu nehmen und mir dieses Lied anhören, wenn ich mal wieder finde, dass alles doof und die Schweiz sowieso viel besser.
