


Weihnachten wurde bei uns in der Familie schon immer gross gefeiert. Jedes Jahr kaufte mein Vater einen Tannenbaum und schmückte ihn kurz vor Heiligabend. Wenn dann alle Geschenke unter dem Baum bereitlagen und unser Wohnzimmer festlich geschmückt war, die Glocken der Zellerweihnacht aus den Boxen erklangen, durften meine Schwester und ich eintreten und die Feier begann. Wir sangen Weihnachtslieder, lasen Weihnachtskarten, packten Geschenke aus und genossen anschliessend einen leckeren Festtagsschmaus. Nach etwa 25 Heiligabenden, die genau so abliefen, fiel es mir dieses Jahr sehr schwer, überhaupt in Weihnachtsstimmung zu kommen.
Ich bin es mir gewohnt, dass es überall Weihnachtsmärkte mit vielen verschiedenen Ständen gibt und in jeder Ecke wird Glühwein angeboten. Die frühe Nacht auf der Nordhalbkugel wird durch weihnachtliche Lichtdekoration erhellt. Nach der Arbeit kuschelt man sich in der warmen Wohnung unter eine noch wärmere Decke und schaut gemütlich fern oder geht hektischen Weihnachtseinkäufen nach. Man versucht so viel Zeit wie möglich mit Freunden und Familie zu verbringen. Das alles löst extreme Weihnachtsstimmung in mir aus.
Wie vorher zu sehen war, erging es mir dieses Jahr etwas anders…
Da es auf der Südhalbkugel langsam aber sicher Richtung Sommer geht, sucht man vergeblich nach Weihnachtsbeleuchtung. In Wellington gab es einen grossen Weihnachtsbaum auf einem Platz, der ging aber in all den farbigen Werbeplakaten total unter. Alkohol auf der Strasse zu trinken ist verboten, da änderte auch mein Wunsch nach Glühwein nichts daran. Überhaupt, meine Suche nach Glühwein blieb erfolglos. Es ist ja auch kein Sommergetränk… Auf das Dekorieren des Christbaums freute ich mich. Meine Freude wurde etwas gedämpft, als ich realisierte, dass vor dem Dekorieren das Zusammensetzen des Baumes erledigt werden musste. (Ich bin mir echte Tannenbäume gewohnt.) Ich muss zugeben, einen Weihnachtsbaum nach Farben zusammen zu setzen war sehr amüsant. Leider kam bei mir trotz zwei verschiedenen Adventskalender bis zum Schluss keine Weihnachtsstimmung auf. Das Feiern des Heiligabends mit meinem Partner und dessen Mutter gefiel mir am besten von allem. Wir hörten Weihnachtslieder, mixten uns Cocktails und packten unsere Geschenke aus. Die eigentliche Weihnachtsfeier am 25. Dezember hatte für mich nichts Weihnachtliches an sich. Die Musik war alles Mögliche nur nicht Weihnachtsmusik, es wurde viel getrunken und geredet und dazwischen packten wir Geschenke aus. Das ging den ganzen Tag lang so, bis die ersten Gäste wieder nach Hause aufbrachen. Ich spielte die meiste Zeit mit den anwesenden Kindern und deren neuen Spielsachen. Nach längerem Überlegen bin ich zum Schluss gekommen, dass Weihnachten für mich nichts mit den oben beschriebenen Traditionen zu tun hat. Für mich ist Weihnachten dieses Jahr ausgefallen, weil ich es nicht mit meinen Freunden und meiner Familie teilen konnte. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich dies für zukünftige Weihnachtsfeste ändern wird.

Ciao Deborah. Was für eine Überraschung. Herzlichen Dank für den Manuka Honig. Sehr fein. Und das Magnet. Hoffe es geht dir gut. Bald, bald sind ja schon die Rugby Weltmeisterschaften. Freue mich schon jetzt. Liebe Gruess Patrick
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